Kienheim dans le Kochesberg©Catherine Theulin
©Catherine Theulin

Der Kochersberg: Welch schöner Garten

Nur einen Katzensprung von Straßburg entfernt erstrecken sich unerwartet grüne Hügel- und weitläufige Agrarlandschaften. „Welch schöner Garten!“ soll Ludwig XIV. ausgerufen haben, als er vom Col du Saverne aus das erste Mal den Kochersberg erblickte. Ein geheimes Stück Land, das entdeckt werden möchte ...

Balade dans le Kochesberg©Catherine Theulin

Streifzug durch ungeahnte Landschaften

Nur wenige Kilometer von Straßburg entfernt konnte der Kochersberg seine ursprüngliche, eine tiefe Ruhe ausstrahlende Ländlichkeit bis heute bewahren. Hier gibt es keine bedeutenden Sehenswürdigkeiten, dafür von Flurkreuzen und Ruhebänken gesäumte Straßen, Kirchtürme, große Gehöfte und Felder, soweit das Auge reicht.

Die Ackerlandschaften des Kochersbergs bilden einen interessanten Kontrast zu den umgebenden Höhenlagen und Wäldern. Einst die Kornkammer Straßburgs genannt, wachsen auf seinen fruchtbaren Böden zahlreiche Kulturpflanzen. Die Landwirte des Kochersbergs halten bis heute das von Generation zu Generation weitergegebene Wissen lebendig.

Tarte flambée©AAA-Creutz

Die Wiege des Flammkuchens

Der Kochersberg hat auch geschmacklich einiges zu bieten. Kosten Sie unbedingt die lokale Spezialität par excellence: den Flammkuchen, auf gut Elsässisch Flammekueche.

In der Vergangenheit buken die Bauern in der Regel alle zwei bis drei Wochen Brot. Am Backtag wurde ein kleines Fest gefeiert, zu dem oft auch die Nachbarn oder Landarbeiter eingeladen wurden. Wenn das Brot aus dem Ofen kam, wurden die Teigreste mit Käsebruch, Zwiebeln und Speck belegt und gebacken: die Geburtsstunde des Flammkuchens! Damals wie heute schmeckt diese berühmte Spezialität am besten in geselliger Runde.

Coiffe alsacienne - Maison du Kochesberg - L'esKapade©Catherine Theulin-Contrast Photography

Traditionen und Brauchtum

Das Heimatmuseum „Maison du Kochersberg“ schlägt den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart und lädt dazu ein, einen ersten Eindruck dieses „schönen Gartens“ zu gewinnen. Das kleine Museum zeigt, wie die Menschen des Kochersbergs am Ende des 19. Jahrhunderts gelebt haben. Das Highlight ist die umfangreiche Sammlung traditioneller elsässischer Hauben. Welche gefällt Ihnen am besten?

Im Wechsel der Jahreszeiten variiert auch die Atmosphäre der Ausstellung. Ein ganzjähriges Programm mit zahlreichen Veranstaltungen, Workshops und Vorträgen rundet das Angebot ab.

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Houblon - Villa Météor©AAA-Birgé

Geheimnisse des Hopfenanbaus

Etwas weiter im Norden dominiert der Hopfen die landwirtschaftlichen Anbauflächen. Das für seine Biere bekannte Elsass ist mit 96 % der nationalen Produktion das größte Hopfenanbaugebiet Frankreichs!

Diese anspruchsvolle Pflanze gedeiht im Elsass im Herzen einer hügeligen Naturlandschaft und unter der sorgfältigen Pflege der Erzeuger, die auf das überlieferte Wissen ihrer Vorfahren setzen. Streifen Sie durch die Hopfenfelder mit den bis zu zehn Meter hohen Pflanzen und erfahren Sie dabei Wissenswertes über den Anbau des Hopfens und seine Verwendung.

Beim Bierbrauen werden die kegelförmigen Blüten des Hopfens genutzt.  Wasser, Malz, Hefe, Hopfen: Das sind die vier Grundzutaten dieses berühmten Gebräus.  Der Hopfen verleiht dem Bier Haltbarkeit und den charakteristischen bitteren Geschmack. In gewisser Weise ist er die „Würze des Bieres“.

Sie möchten mehr über die Geheimnisse des Bieres erfahren? Dann ist die idyllisch gelegene Villa Météor in Hochfelden der richtige Ort für Sie. Entdecken Sie die Geschichte der ältesten noch aktiven Brauerei Frankreichs, lassen Sie sich in die Kunst des Bierbrauens einführen und kosten Sie die verschiedenen Biere des Hauses.

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